Staatsbürgerschaftsbewilligungen in Europa gesunken

20.07.2010

Die Annahme der Staatsbürgerschaft ist ein wichtiger Schritt in Richtung Integration. Deswegen ist es bedenklich, wenn die Zahl der jährlichen Staatsbürgerschaftsbewilligungen in Europa nun im zweiten Jahr in Folge zurück geht.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Europa:Integriert Juli 2010" entnommen.

696.000 Menschen in Europa nahmen 2008 die Staatsbürgerschaft eines EU 27 Mitgliedstaates an, 11.000 weniger als im Vorjahr. Allerdings scheint sich der Abschwung mit zwei Prozent gegenüber vier Prozent des Vorjahres abzuschwächen.

Frankreich, Großbritannien und Deutschland vergeben zusammen über 50 Prozent der Staatsbürgerschaften in den EU27 Mitgliedsstaaten. Während allerdings in Frankreich verglichen mit 2007 ein moderater Anstieg der Bewilligungen verzeichnet wurde, wurden in den beiden anderen Ländern über zwanzig Prozent weniger Staatsbürgerschaften vergeben.

Schweden ist das Land mit den höchsten Bewilligungsraten bezogen auf die Einwohnerzahl und auch im Vergleich zu der Anzahl der Ausländer und Ausländerinnen im Land. Deutschland rangiert hier, nicht sehr überraschend, vergleichsweise weit unten. Gründe für die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und der Anzahl der Ausländer und Ausländerinnen schlechte Einbürgerungsrate sind in den in den letzten Jahren verschärften Anforderungen für Einbürgerungswillige sowie am Ablehnen von doppelten Staatsbürgerschaft zu suchen.


Die Publikation zum Download:

Eurostat statistic in focus, 36/2010

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