Zahlenwerk: Armutsrisiko in Deutschland (nach Migrationshintergrund) 2005 bis 2008

01.08.2010

Das Armutsrisiko definiert sich als Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen, das weniger als 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Deutschland (in Privathaushalten) beträgt.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration August 2010" entnommen.

Das Äquivalenzeinkommen ist ein statistischer Wert, der Vergleiche ermöglicht. Dabei wird das Haushaltseinkommen einer Familie durch die gewichteten Familienmitglieder dividiert. Entsprechend der so genannten neuen OECD-Skala erhält der Haupteinkommensbezieher die Gewichtung 1,0. Personen, die älter als 14 Jahre sind, die Gewichtung 0,5 und Jüngere die Gewichtung 0,3. Das Jahreseinkommen eines Ehepaars mit zwei Kindern unter 14 Jahren würde also durch 2,1 dividiert, um das Äquivalenzeinkommen zu ermitteln. Der Median ist ein statistischer Mittelwert (oder Zentral wert). Dabei werden alle vorhandenen Werte aufgelistet und in zwei Hälften geteilt. Die Teilungsstelle ist der Median. Die Berechnung hat gegenüber dem arithmetischen Mittel den Vorteil, dass extreme Streuungen weniger stark ins Gewicht fallen. Ein Beispiel: Wenn in einem Dorf mit 100 Einwohnern 98 ein Jahreseinkommen zwischen 10.000 und 60.000 Euro haben und die restlichen zwei ein Jahreseinkommen von je zehn Millionen Euro, liegt das arithmetische Mittel deutlich höher als der Median.

Chart/ Diagramm:
Armutsrisiko in Deutschland (nach Migrationshintergrund) 2005 bis 2008
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