DIE NETZWERKE VON PRO QUALIFIZIERUNG

09.03.2010

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Handbuch zur Woche der Weiterbildung 2010" entnommen.

NETZWERK ARGEN UND OPTIONSKOMMUNEN

Die Mehrheit der arbeitslosen Migrantinnen und Migranten befindet sich im Zuständigkeitsbereich der ARGEn und Optionskommunen. Hier stellt sich den Mitarbeitenden eine große Herausforderung: Migrantinnen und Migranten haben spezifische Probleme beim Zugang zum Arbeitsmarkt, aber auch spezifische Kompetenzen und Potenziale. Für diese Kundinnen und Kunden ist eine gezielte Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsstrategie erforderlich, um sie in den Arbeitsmarkt vermitteln zu können.

Das Netzwerk ARGEn und Optionskommunen trägt dazu bei, die interkulturellen Aspekte der Vermittlungs-, Beratungs- und Qualifizierungstätigkeit zu thematisieren und umzusetzen. Sowohl die bundesweite Entwicklung, Verbreitung und Etablierung des Netzwerks sowie die Optimierung der Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsangebote der ARGEn und Optionskommunen sollen zur Umsetzung des langfristigen Zieles der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten beitragen.

Angebote des Netzwerks

ANSPRTECHPARTNERIN
Canan Ulug
Telefon 02 11/43 01-1 80
canan.ulug@dgb-bildungswerk.de

 

NETZWERK ÖFFENTLICHE VERWALTUNGEN UND BETRIEBE

 Die Rolle des Netzwerks

Durch seine überörtliche Vernetzung stellt das „Beratungsnetzwerk Öffentliche Verwaltungen“ von Pro Qualifizierung eine effektive Möglichkeit des praktischen Erfahrungsaustausches zwischen Personal- sowie Fort- und Weiterbildungsverantwortlicher aus dem Bereich öffentlicher Verwaltungen und Betriebe sicher. Dies trägt zu einer langfristigen und nachhaltigen Etablierung interkultureller Kompetenzen innerhalb der Verwaltungsstrukturen bei.

Angebote des Netzwerks

Unsere Beratungsangebote richten sich an Personalentscheider, Fachdezernenten, Personalräte.

ANSPRECHPARTNERIN
Maria Kotsina
Telefon 02 11/43 01-1 82
Maria.Kotsina@dgb-bildungswerk.de

 

NETZWERK BERUFLICHE QUALIFIZIERUNG (ITALIENISCHE) MIGRANTENCOMMUNITY

Die vermeintlich gelungene Integration der italienischen Migrantencommunity in Deutschland spiegelt sich nicht in den Beschäftigungs- und Qualifizierungsquoten und in qualifizierter Beschäftigung wider. Dabei sind berufliche Integration und der qualifizierte Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt unabdingbare Meilensteine auf dem Weg zu einer gelungenen gesellschaftlichen und sozialen Integration.

Das Transferprojekt berufliche Qualifizierung (italienische) Migrantencommunity wendet sich an die Akteure in der Weiterbildung und an die italienischstämmigen Unternehmen, um diese für die Notwendigkeit der beruflichen Bildung zu gewinnen und zu sensibilisieren.

Schwerpunkte der Projektarbeit sind dabei die Information und die Beratung der Weiterbildungsträger über

Migrantenspezifische Weiterbildungsangebote

Die Möglichkeiten der Ansprache und Motivation der Migrant/innen

Das Aufzeigen und Eröffnen von Zugangswegen zur italienischen Community

Träger des Netzwerkes „berufliche Qualifizierung (italienischer) Migrantencommunity ist das Bildungsinstitut IAL-CISL.

ANSPRECHPARTNERIN
Netzwerk berufliche Qualifizierung (italienische) Migrantencommunity
IAL-CISL Germania
Dionyssia Chiroudi
Charlottenstraße 25
70182 Stuttgart
Telefon 07 11/2 48 37-2 03
gabi.gielessen@ialcisl.de www.ialcisl.de

 

NETZWERK MIGRANTENSELBSTORGANISATIONEN MIT BEWERBUNGSCENTER

Hauptziele des Netzwerks Migrantenselbstorganisationen (MSO) mit Bewer bungscenter sind MSO-Bewerbungscenter bundesweit zu einem Regelinstrument der Weiterbildung zu machen und die Förderung bzw. Institutionalisierung der ehrenamtlichen Integrationsarbeit der MSOs durch staatliche Behörden durchzusetzen.

Das Angebot der MSO-Bewerbungscenter ist ein niedrigschwelliges Angebot, das sich an arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Migranten/- innen richtet, die in der MSO durch geschulte und qualifizierte Bewerbungsberater/ innen bei der Arbeitssuche, bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, bei Behördengängen etc. unterstützt werden. Eine weitere Hilfestellung seitens der Berater/innen ist es, den Ratsuchenden über mögliche bestehenden Weiterbildungsangebote und Möglichkeiten der Existenzgründung zu informieren.

Die Berater/innen können durch ein migrantenspezifisches Kompetenzfeststellungsverfahren die Fähigkeiten der Ratsuchenden feststellen und so ein gezielteres Beratungsangebot anbieten.

Durch das niedrigschwellige Beratungsangebot in den MSOs erreicht man insbesondere auch die Personen, die den Gang zu einer Regeleinrichtungen (z.B. Arbeitsagentur) scheuen und somit oftmals von wichtigen Informationen und Angeboten rund um Arbeitsplatzsuche/Weiterbildungsmöglichkeiten etc. fernbleiben. An dem Ort (die MSO) und mit der Person (die/der Berater/in) ihres Vertrauens haben die Ratsuchenden die Möglichkeit sich individuell bezüglich Arbeitssuche beraten zu lassen.

ANSPRECHPARTNER
Dipl.-Ing. Cemalettin Özer
MOZAIK gGmbH
Herforder Straße 46
33602 Bielefeld
Telefon 05 21/9 66 82-0
Telefax 05 21/9 66 82-19
oezer@mozaik.de

 

NETZWERKE KMU DES HANDWERKS SOWIE INDUSTRIE UND HANDEL

Mit den Transferprojekten geht der WHKT die wirtschaftliche Herausforderung ‚Interkulturelle Öffnung von KMU und seiner wirtschaftlichen Selbstverwaltung’ offensiv an und bereitet Maßnahmen vor, die sich zunächst an die Organisationen und Institutionen wenden und in einem zweiten Schritt gleichfalls Betriebe und Menschen mit Migrationshintergrund einbeziehen und ihnen Hilfestellungen bieten.

Der Schwerpunkt besteht vor allem darin, durch mehr interkulturelle Öffnung auf Seite der kleinen und mittleren Unternehmen sowie deren Vertretungen, dafür zu sorgen, dass Integration fester Bestandteil wirtschaftlicher Abläufe, Entscheidungen und Strukturen wird.

Voraussetzung dafür: Integration und interkulturelle Öffnung werden nicht länger als Problem, sondern als echte wirtschaftliche Querschnittsaufgabe und Herausforderung ALLER verstanden.

Beschäftigung und Qualifizierung verbinden Kulturen, Kompetenzen, Chancen

ANSPRECHPARTNER
WESTDEUTSCHER HANDWERKSKAMMERTAG e.V. (WHKT)
Rolf Göbels,
Telefon 02 11/30 07-7 60
Peter Dohmen,
Telefon 02 11/30 07-7 07
Sternwartstraße 27–29
40223 Düsseldorf
Postfach 10 53 33
40044 Düsseldorf
Telefon +49 (0) 2 11/30 07-7 07
Telefax +49 (0) 2 11/30 07-9 00
www.handwerk-nrw.de

 

NETZWERK INDUSTRIEBETRIEBE

In Industriebetrieben unterschiedlicher Branchen stellen Migrantinnen und Migranten häufig einen hohen Prozentsatz der Beschäftigten, hauptsächlich in der Produktion.

Das Transferprojekt Industriebetriebe handelt im Auftrag der Bundesregierung und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit sowie nicht staatlichen Trägern. Es wendet sich an Betriebsräte, Fach- und Führungskräfte, die Verantwortung für Einstellungen, Fort-, Weiterbildung und beruflichen Aufstieg tragen. Dabei kooperiert das Netzwerk sowohl mit Gewerkschaften als auch mit den Arbeitgeberverbänden und sucht den direkten Kontakt in die Betriebe.

Das Ziel ist, über Information und Aufklärung sowie über Beratungs- und Bildungsangebote die Arbeitsmarkt- und Qualifikationssituation von Mig - rantinnen und Migranten zu verbessern, Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu beenden und die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen bzw. zu verbessern.

Unser Angebot beinhaltet:

Arbeitslose in Betriebe integrieren – Chancen verbessern

ANSPRECHPARTNER
Juan Proll
Leiter Kompetenzzentrum „Berufliche Integration“
Telefon 02 11/43 01-1 81
Telefax 02 11/43 01-1 34
juan.proll@dgb-bildungswerk.de

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