
Das Netzwerk und damit das Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung arbeitet im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums, um an der Umsetzung des nationalen Integrationsplanes mitzuwirken. Unsere Kernaufgabe ist es, dazu beizutragen, dass Menschen mit Migrationshintergrund über 25 Jahre in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Die aktuelle Krise hat den Schwerpunkt dieser Arbeit in der Praxis in sehr starkem Maße dahingehend verlagert, dafür zu sorgen, dass die betroffenen Menschen in Beschäftigung gehalten werden. Es gibt viele verschiedene Schritte, die dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen. Eines dieser Instrumente ist aus unserer Sicht, dass Gesellschaft, Betriebe, Verwaltungen, und die Akteure, die dort arbeiten, mit der besonderen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund umgehen können. Sie müssen damit umgehen können, dass wir es mit kultureller Vielfalt in unserer Gesellschaft zu tun haben. Das gilt auch für Bereiche, die anscheinend weit weg von der Fragestellung kultureller Vielfalt liegen, wie etwa Organisationsentwicklung. Mit dieser Tagung haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Verbindung von Organisationsentwicklung zu kultureller Vielfalt und damit auch Migration zu knüpfen. Im Kern geht es – wie gesagt – darum, wie wir Arbeitsplätze sichern und dafür sorgen können, dass Menschen mit Migrationshintergrund auch in der Krise in Beschäftigung kommen. Das hat nichts mit so etwas wie Altruismus zu tun. Es geht um zweierlei. Erstens wollen wir verhindern, dass Diskriminierung stattfindet. Das ist – ich formuliere das bewusst so – die Durchsetzung eines Menschenrechts. Zweitens – das ist dann sozusagen die pragmatische Sicht der Betriebe – haben die Unternehmen durchaus Vorteile, wenn sie Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen. Wenn es sich betriebswirtschaftlich rechnet, dass Menschen nicht diskriminiert werden, ist das wohl eine ziemlich ideale Win-Win-Situation.