Bildungschancen von Aussiedlerjugendlichen: Analyse und praktische Anregungen für den Bereich Übergang Schule – Beruf

01.08.2009

„Zwischen Integration und Ausgrenzungsrisiken – Aussiedlerjugendliche im Übergang Schule – Beruf“ ist der Titel einer Untersuchung, die vor kurzem vom Deutschen Jugendinstitut veröffentlicht wurde. Der eigentliche Untertitel lautet „Ein Handbuch für die Praxis“. Auch das trifft zu.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration August 2009" entnommen.

In einem ersten Teil werden Lebenslagen und Bildungsverläufe von Aussiedlerjugendlichen analysiert. Sie stellen einen großen Anteil dieser Zuwanderergruppe. 43 Prozent sind unter 25 Jahre alt. Auch wenn sie eher als andere Zuwanderergruppen häufiger weiterführende Schule besuchen und Abitur machen, fällt der Vergleich zu den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund negativ aus: „Die jungen Aussiedler bewältigen die Schullaufbahn mit Verzögerungen und Verspätungen, sind an Hauptschulen überrepräsentiert, verlassen die Schule häufiger ohne Abschluss als Jugendliche deutscher Herkunft. Ihr Übergang auf weiterführende Schulen ist erschwert und sie weisen eine deutlich höhere Ungelerntenquote auf.“

Untersucht werden Gründe und Ursachen von fehlender familiärer Unterstützung bis hin zu soziokulturellen Prägungen aus den Herkunftsländern.

In einem zweiten Teil werden dann praktizierte Förder- und Integrationsangebote für Aussiedlerjugendliche vorgestellt, die sich bewährt haben und zur Nachahmung empfohlen sind. Das macht dann das Handbuch für die Praxis aus. Für diejenigen, die auf diesem Feld nicht aktiv sind, ist die Analyse der Lebenslagen zumindest genauso lehrreich.

Zum Download: Zwischen Integration und Ausgrenzungsrisiken – Aussiedlerjugendliche im Übergang Schule – Beruf (Autoren Ralf Kuhnke, Elke Schreiber)

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